Der Körper im Kopf

Ein Projekt künstlerischer Forschung über Körpergedächtnis Mónica Alarcón im Kooperation mit der Tanzkompanie Dufrayer

Besteht das Gedächtnis eines Körpers aus den sichtbaren Narben der Haut, aus den chronischen Schmerzen, aus den Informationen der Gene oder aus den wissenschaftlich erwiesenen Synapsen der Neuronen im Gehirn? Wie kann der Körper ein Gedächtnis haben? Gedächtnis wird mit Zeit und Innerlichkeit in Verbindung, der Körper hingegen mit Raum und Äußerlichkeit in Zusammenhang gebracht. Der Begriff Körpergedächtnis stellt die Schwierigkeiten eines hybriden Begriffes dar, der weder nur Mentales noch nur Materielles bezeichnet will, sondern Beides.

Körpergedächtnis wird in dem Stück „Der Körper im Kopf" nicht mit Formen des Begriffes explizit gemacht, sondern des Tanzens. Dabei unterliegt das individuelle Körpergedächtnis der Tänzer einer ästhetischen Neutralisierung, welche als reflektierte Sinnlichkeit verstanden werden kann.