Die Forschungsgruppe mbody

Künstlerische Forschung zu Körpergedächtnissen in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie

mbody ist eine unabhängige, experimentelle Forschungsgruppe, die sich den Themen künstlerische Forschung und Köpergedächtnis widmet. mbody agiert als Vermittler zwischen Wissenschaft und Kunst, Akademie und Subkultur, Theorie und Praxis. Die Gruppe experimentiert mit alternativen Ansätzen sowohl zur Theoriebildung als auch zu deren Anwendung insbesondere in Kunst, Medien, Somatik, Tanz und Philosophie.

Leiblichkeit ist der gemeinsame Nenner der Forschungen und Initiativen. Denn die Trennungen zwischen Wissenschaft und Kunst, Sinnlichkeit und Begrifflichkeit, Denken und Körper lassen sich größtenteils auf das reduzierte Verständnis des Leibes als Ding zurückführen. Aus diesem Grund wählte die Gruppe den Namen mbody und versucht sowohl in der Philosophie und der Kunst, als auch in Medizin und Psychosomatik und in den Medien verschiedene Formen der Verkörperung zu thematisieren. Dabei verharrt die Gruppe nicht in der Opposition zwischen Körper und Denken, sondern versucht, diesen Dualismus durch einen erweiterten Begriff der Rationalität zu überwinden, welcher sowohl Wahrnehmung, Sinnlichkeit als auch das begriffliche Denken als Formen des Begreifens von Wirklichkeit betrachtet.

Künstlerische Forschung ist an sich nichts Neues. Neu ist die zunehmende Bedeutung, welche diese Art
der Forschung erlangt. Neu ist auch der Versuch, künstlerische Forschung innerhalb des etablierten Wissens und der traditionellen Institutionen zu etablieren. mBody betrachtet Künstler als Mitwissende und strebt eine partizipative Theoriebildung an. Wissenschaftler, Künstler und Philosophen tauschen ihr Wissen aus. Dabei wird die Hierarchie des Diskurses relativiert und die Kunst entmythologisiert. Das Ziel ist, einen Wissenstransfer zwischen Spezialisten und Nicht-Spezialisten stattfinden zu lassen, der den Kreislauf zwischen Theorie und Praxis beflügelt (Lehre, Therapie, Choreographie, usw.) und die verschiedenen Disziplinen wechselseitig bereichert.